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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

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von ahneningma am: 24.08.2010, 21:04 Uhr

Kennt sich jemand mit dieser Fehlermeldung aus? Neuer Weblog User, Passwort stimmt, Email mit Bestätigung erhalten, eigentlich alles ok. Man kann auch die Visitenkarte ändern nur keine Beiträge erstellen. Falls wer einen Rat hat bitte melden

 

Danke Ingrid

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von ahneningma am: 08.09.2009, 20:51 Uhr

Santiago ---> Fisterra

Elfi möchte nach Hause, wir versuchen den Flug vorzuverlegen. Gehn würde es schon, aber der Preis ist unverschämt. € 220.- pro Person. Wir fahren nach Fisterra ans Meer.

 

Am Dienstag gehen wir zum Kap, ans Ende der Welt - Finis Terra.

 

 

Paco, der Hund von unserem Frühstückslokal war auch mit oben.

 

 Es ist Brauch den Sonnenuntergang zu betrachten und ein von der Pilgerfahrt zerschlissenes Stück Kleidung oder die Schuhe zu vertbrennen.

 

 Es ist so dichter Nebel das man nicht mal ahnt wo die Sonne sein könnte.

 

 Mittwoch ist es vormittag noch sehr bewölkt, wird aber im Lauf des Tages immer schöner.

 

Ich geh zum Strand Jakobsmuscheln sammeln, spaziere dann auf die andere Seite der Halbinsel zum offenen Meer.

 

Die Wellen sind gewaltig, dabei ist das wahrscheinlich die ruhige See.

 

Ich sehe immer wieder eine Rückenflosse, einmal tut er mir dann doch denn Gefallen und springt. Eindeutig Delphin. Weils so schön sonnig ist geh ich noch den Waldweg nach San Guillamo. Es sind nur mehr Ruinen vorhanden, der Blick nach Fisterra ist phantastisch.

 

Die Brombeeren sind am Berghang auch schon am reifen.

 

Und am Abend hab ich fast einen Sonnenbrand. Wir gehen essen, Tintenfisch, gegrilltes Schwein mit Kartoffeln und natürlich Santiagotorte. Die Flasche Weißwein wird auch geleert und ich spürs ganz schön. Am Abend wird der Nebel wieder sehr dicht, zieht alles ins Landesinnere.

 

 

Am Donnerstag sammle ich immer noch Jakobsmuscheln am Strand, jetzt werde ich schon wählerisch. Nur mehr ganz schöne und bevorzugt die flachen. Die wiegen weniger.

 

 Heute gehen wir Mittagessen, weil es der letzte Tag ist gönne ich mir eine Portion Scampi. Um 16 h sperrt die Halle am Hafen wieder auf, ich bin neugierig warum da immer so viel los ist und bezahle €1.- Eintritt. Kleines Museum, Fischmarkt. Aber es ist kein normaler Verkauf sondern Versteigerung.

 

 

 Freitag wieder zurück nach Santiago, ich kauf noch Santiagotorten, 2 Dosen Fabada und eine kleine Käseauswahl ein. Alles in den Rucksack verpacken war eine gute Idee, Elfi hat Probleme mit ihren Riojaflaschen, darf man nicht im Handgepäck mitnehmen aus welchen Gründen auch immer. Im Duty Free kann man die gleichen kaufen und dann ist`s auf einmal kein Problem mehr. In Wien werden wir abgeholt, Elfis Mann, die Nachbarn und Rudi warten auf uns.

Wie schön wieder zuhause zu sein, Katzis ist es auch gut gegangen, hab ihnen auch "Comida para gatos" mitgebracht.

 

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von ahneningma am: 08.09.2009, 17:45 Uhr
Die Herberge ist nur für eine Nacht, wir ziehen um. Dürfte eine Studenten WG sein und im Sommer wird vemietet wenn keine UNi ist. Wir haben Küche Wohnzimmer und Bad dabei. 35 € für eine Nacht. Vormittags wird durch die Gassen gebummelt,

 

 

sehr nette Altstadt. Souveniergeschäfte en mas,

 

Jakobsmuscheln, Wanderstöcke, Rosenkränze, Kitsch und Schund und hochwertiges bunt gemischt,

 

Käse, Wein, Kostproben an jedem Eck von der Santiagotorte. Die schmeckt mir, da sag ich nicht nein. Zu Mittag ist Pilgermesse, ich war schon 40 Minuten früher dort um einen guten Platz zu bekommen.

 

hat nichts genützt, die anderen hatten den gleichen Gedanken.

 

Leider ist der Botafumeiro nicht geschwenkt worden, schade, das hätte ich gerne gesehen. Auf dem Foto das ich gestern bei der Ankunft gemacht habe hängt er am Seil, wir habens leider nicht bemerkt.

 

Muß ja gewaltig aussehen wenn ein 1.60 Meter großes Weihrauchfaß durchs ganze Querschiff fliegt. Dafür sind wir vorgelesen worden, "die Pilger aus Graz die von Ribadesella weggingen sind auch angekommen" . Der Würzburger vom Pilgerbüro hat uns eingetragen, damit hab ich nicht gerechnet. 

 

 

Heute komme ich zum Statue küssen, was sein muß, muß sein. 

Die Kathedrale ist gewaltig, ganz langsam fang ich an mich auszukennen welche Pforte wohin führt. Die Portico de la Gloria aus dem 12 Jhdt. such ich vergebens, die ist hinter Plastik verdeckt, wird gerade renoviert.

 

Am Abend geh ich nach dem Essen noch eine kleine Stadtrunde.

 

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von ahneningma am: 08.09.2009, 16:48 Uhr

O Pino --> Santiago                21, 2 km              gesamt 439,2 km

Ich bin um 6 h so munter das es gar keinen Sinn hat weiterzuschlafen. Wir gehen um 3/4 7 h los und stehen um 7h im stockfinsterem Wald. Ich wollt schon immer in der Nacht mit einer Taschenlampe im Regen durch einen unbekannten Wald gehen. Nach kurzer Zeit wirds aber heller,

 

der Boden ist eben und verirren kann man sich sowieso nicht. Immer dem Pulk  nach.

 

Unfaßbar wieviele Menschen am Weg sind. Vom Weg seh ich nicht viel, es regnet fast bis Santiago durch. Wir kommen ganz knapp an der Startbahn des Flughafens vorbei, hören die Flugzeuge starten und landen aber sehn tun wir nix. Am Monte Gozo wirds ein bischen besser, ein kurzer Blick runter ist uns vergönnt.

 

Gut das wir hier nicht bleiben, ein Gebäude neben dem anderen, 400 Pilger haben Platz.

 

 

 

 

Es sind nur mehr knappe 5 km die schaffen wir auch noch. Die Kraft fehlt schon sehr nach 2 Nächten mit sehr wenig Schlaf, die Füße brennen, es fängt wieder an zu regnen.

 

 Noch ein Kreisverkehr und dann sind wir schon durch die Porta de Camino.

 

Noch einige Schritte...

 

Wir sind da!

 

Seltsames Gefühl. Elfi ist zu Tränen gerührt, mir ist zum lachen. Schlafen wollen wir im Franziskanerkloster, sperrt erst um 3 h auf.

 

Wir sitzen fast 2 Stunden im Kaffeehaus, Stadtbesichtigung wird auf später verschoben, irgendwie wollen wir im Moment keinen einzigen Meter mehr gehen. Der Empfang bei den Franziskanern ist herzlich,

 

es läuft der Kasettenrecorder mit der Filmmusik aus "Brother Sun, Sister Moon". Am Nachmittag gehen wir noch einmal zu Kathedrale.

 

Ziemlich verwirrend mit den vielen Ein-und Ausgängen. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Pilger, Touristen, Security, Priester, Nonnen...Zum traditionellen Apostelstatue umarmen komme ich nicht, die Schlange vorm Abgang ist mir viel zu lang. Dafür haben wir dann im Pilgerbüro Glück, minimale Wartezeit, wir werden sofort von einem der ehrenamtlichen Mitarbeiter als Nichtspanier erkannt. Er sieht das unsere Pässe aus Würzburg sind, große Freude, er ist einer der Gründer dieser Organisation. Der Paß wird geprüft,

 

Stempel sind alle ok. Ich bekomme meine Compostella. Ingridam ist mein Name. Halleluja.

 

In der Herberge gibt es um 10h eine kleine Andacht in der Kapelle. Es gibt Musik, Lesungen aus dem Evangelium, Fußwaschung. Elfi ist unter den Auserwählten. Ich bin so froh das ich es nicht bin, bei der Gruppenumarmung flüchte ich. Das wird mir zuviel, in der letzten Reihe ist der Hund einer Pilgerin angebunden. Der freut sich das ich zu ihm komme.

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von ahneningma am: 07.09.2009, 19:42 Uhr

Sobrado dos Monxes --> O Pino           41,3 km         gesamt 418 km

Wir gehen um 1/2 7 h im finstern weg. Es geht mit Straßenbeleuchtung, heute gibt es so schnell keinen Waldweg. Am morgen ist es sternenklar, wolkenlos, um 8 h fängt der Nebel an aufzusteigen und bis mittag ist es recht stark bewölkt.

 

In Arzua gibt es eine längere Pause, wir essen kleine Kuchen auf der Parkbank und schauen Pilger. Ab hier vereinigen sich der Camino Norte und der Francese. Die Wegweiser werden anders, die Herbergen und Bars mehr.

 

Dann geht es 16 Kilometer fast nur durch den Wald.

 

Wir kommen durch kleine Dörfer,

 

 

 

 manchmal wird die Bundesstraße gekreuzt.

 

Ich seh unterwegs mein Traumhaus. Wir treffen ein deutsches Pärchen, sie versprechen uns einen Platz in Santa Irena zu reservieren.

 

Um 6 h sind wir dann auch im Ort. Completo. Die nächste Herberge auch voll. Laut Hospitaliera auch in Pedrouzo alle Herbergen bummvoll. Wir können es in der Sporthalle versuchen. Es fängt an zu regnen und wir bitten das sie uns ein Taxi ruft. Es geht einfach nicht mehr, die Füße streiken nach über 40 km. Nach spanischen 5 Minuten ( ca. 20 Minuten) kommt das Taxi, wir fahren zur Sporthalle. Gerade das ich noch die Schuhe und Socken ausziehe, Schlafsack, hinlegen und einfach mal liegen. In der Mitte der Halle ist ein Tisch aufgestellt, 2 Pfarrer lesen eine Messe. Es wird gebetet und gesungen.

 

 Ich hab noch nie (und werde wahrscheinlich nie wieder) eine Messe liegend auf dem Boden einer Sporthalle mitgefeiert.  Nach einer Stunde waren wir wieder einigermaßen regeneriert, schnell waschen, umziehen und ein Restaurant suchen. Hunger hatte ich zuerst keinen, nur Lust auf ein Glas Rotwein. Es wurde dann doch ein komplettes Menü daraus, mit Suppe, gegrilltem Kalbfleisch und einem Stück Santiagotorte. Sehr fein, mit Mandeln. In der Halle ist es unfaßbar laut, es sind jetzt ca. 100 Personen hier und die Akkustik ist hervorragend.

 

Das gibt heute ein Schnarchkonzert vom feinsten. Laufend kommen mehr Pilger nach, auch das deutsche Pärchen ist hier gelandet. Auf der Straße werden Standln aufgebaut. Um 3/4 11 h fangens an zum Raketen und Böllerschießen....ein Fest beginnt. Nebenan gibts Disco. Elfi schaut mich an, ich sie und wir kriegen uns gar nicht mehr ein vor lauter lachen. Was mach ma uns Sorgen wegen ein bisserl schnarchen. Um 2h ist Schluß und um 5 h fangen die ersten Pilger an aufzubrechen.

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von ahneningma am: 06.09.2009, 19:41 Uhr

Der Hospitaliero kocht Kaffee für alle, es gibt auch Brot, Butter und Marmelade. Den Kaffee nehm ich dankend, zum essen ists noch zu früh um 7h.

 

Die Bar nach 9 km in Roxica ist nicht zu sehen, wir essen eine Kleinigkeit bei einem Bushäuschen, da gibts eine Bank. Nur ein paar Kilometer weiter sehen wir vor einem unscheinbaren Haus Pilgerstöcke. Da hat jemand sein Wohnzimmer kurzerhand zur Bar erklärt. Die Besitzer sind ein älteres Pärchen.

 

Es gibt Getränke, Obst, Wein ein paar Fischdosen und auch Kaffee aus der Kanne. Das was sie mit dem Verkauf einnimmt wird wahrscheinlich sofort investiert. In Vino. Wir sind keine 20 Minuten dort, Senor braucht inzwischen einiges an Rotwein. Es geht durch eine einsame Heidelandschaft mit großen Granitblöcken und Findlingen

 

 Gestern hat mich alles an England erinnert, heute fühl ich mich wie in der Heide in Deutschland.

 

 

 

 

Auf der Straße fang ich an zu singen, die Hunde jaulen. Banausen. Wir singen trotzdem, bis uns die Lieder und die Luft ausgehen.

 

 

 

1 km vor Sobrado liegt ein schöner See, die seichten Ufer sind voller Seerosen.

 

Wir ziehen die Schuhe aus, sitzen am Steg und genießen das Wasser.

 

Die Kirche ist schon zu sehen,

 

wir gehen durch die Klosterpforte in den Kreuzgang der Pilger.

 

Die Albuerge ist im ehemaligen Pferdestall, freundlich und sauber. Der Paß wird gestempelt und wir machen mal Klosterbesichtigung. Eine sehr schöne Anlage.

 

 Dann komme ich über einige Stufen zur offenen Kirchentür und mir bleibt wirklich die Luft weg. Noch nie habe ich so eine perfekte Kirche gesehen.

 

Nichts lenkt von der Architektur ab, kein Gold, keine Heiligenbilder, keine Kerzen. Purer Stein, Gewölbe, Säulen, Ornamente und Kuppeln die Licht durchlasse. Von einer Seitenkapelle hört man eine Geige, Vivaldi, Vier Jahreszeiten, Der Sommer. Ohne Worte....

 

 

Wir haben nur noch schnell eine Kleinigkeit zu essen besorgt beim Greisler der einfach alles hat.

 

 Ich hab mir ein Blechghäferl gekauft als Souvenier. Viel Zeit ist nicht mehr um 19 h beginnt die Vesper, da wollen wir dabei sein. Schnell ein paar Frankfurter gekocht und dann zur Kapelle. Die Vesper der Zistersienser wird immer gesungen, es war eine wunderschöne Messe. Ein wenig bleiben wir noch in der Sonne sitzen,

 

 es ist so angenehm neben der Mauer mit Blick auf den nahen Wald.

 

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von ahneningma am: 06.09.2009, 15:27 Uhr

Vilalba --> Miraz                       36,5 km             gesamt  350,9 km

Der Weg ist so gut markiert das man das Buch nur mehr liest um zu schauen wo die nächste Bar ist. Heute gabs Frühstückskaffe nach 11 km. Es geht immer noch über sehr viele Brücken,

 besonders schön sind die gut erhaltenen mittelalterlichen, wo meistens auch einige Meter davor und dahinter ein Teil vom alten Kopfsteinpflaster erhalten ist.

 

 Die Begrenzungsmauern haben sich auch geändert, jetzt werden große Granitplatten hochkant gestellt.

Erinnert mich immer an die Megalithen in England. Auf den Feldern wird sehr viel eine Art Kohl angebaut. Davon werden die Blätter von unten abgeschnitten. Wir haben noch nicht herausgefunden ob es als Viehfutter verwendet wird oder doch für die Küche.

( Wikipedia hilft ;-)  Markstammkohl ist es, Berza genannt)

111.11 km noch bis Santiago

Bei Baamonde legen wir eine längere Rast ein

dann gehts einmal 3 km die N-VI entlang, links das Bahngleis und rechts oben die Autobahn.

 Der Fluss  Parga wird auf einer sehr schönen Brücke überquert,

 300 m weiter eine gotische Kapelle ganz allein mitten im Wald.

Auf einem alten Weg gehts in den Wald. Die Gegend ist dünn besiedelt, im Wald gibt es Sumpf und zwischendurch große Granitblöcke. Nach einigen Kilometern fangen die ersten Dörfer wieder an. Elfi verfüttert am Weg ein ganzes Sackerl Hundestangerl.

 Die letzten 1,4 km auf der Straße werden dann mühsam, die Füße wollen nicht mehr so wie ich will.  Zum Glück gibts ganz kurz vor Miraz  doch noch ein Stück Waldweg, es ist ein Riesenunterschied wie der Boden beschaffen ist für die Füße.

 Eine Kuhherde am Heimweg will auch ins Dorf, ich warte eine Lücke ab und geh erst dann weiter. Vorne Kuh, hinten Kuh, ich in der Mitte - muh. Die Herberge ist voll, wir bekommen Matratzen in einem Nebenraum. Gekocht wird heute Reis und eine Dose Fabada ( die asturischen Bohnen). Zum Abschluß gibts in der Bar nebenan noch ein 1/8 Rotwein für mich und für Elfi ein Bier.

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von ahneningma am: 06.09.2009, 12:44 Uhr

Gontan ---> Vilalba            19,7 km                  gesamt  314,4 km

Heute war Brückentag. Gleich nach Gontan ist eine Holzbrücke über den Bach, dann kommt eine schöne alte Steinbrücke,

 

einige kleinere Übergänge und auch Furten sind zu queren.

 

Überall rinnt und plätschert es, manchmal auch direkt auf dem Weg.

 

 In der früh ist es sonnig, fast wolkenlos ich zieh mich um und stelle mich auf einen heißen Tag ein. Dann sehen wir das erstemal bei einer Autobahnbaustelle hinunter in das flache Land (Terra cha)

 

 Der Nebel liegt unten wie in einem Teller. Nach ein paar Metern sind wir auch schon mittendrin.

 

 Es wird kalt, meine Hoffnung das die Sonne stark genug ist sind umsonst.

 

 Erst 1 km vor der Herberge klart es auf. In Goiriz wärmen wir uns in einer Bar ein wenig auf, der Friedhof wird auch noch besichtigt.

 

Den Rest laufen wir durch, viel zu kalt zum stehenbleiben. Man sieht sogar den Atem als Hauch. Spanien Ende Juli hab ich mir irgendwie anders vorgestellt.

 

Dafür ist es am Nachmittag herrlich warm, ich lege mich mit meiner Luftmatratze in die Wiese vor der Herberge. Dann noch einkaufen und Stadtbummel,

 

wir kaufen Proviant für morgen und für die Katze die bei der Herberge war nehme ich auch was mit zum fressen. Die schaut so verhungert aus.

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von ahneningma am: 06.09.2009, 12:08 Uhr

Mondonedo --> Gontan           16,6 km              gesamt 294,7 km

Es geht bergauf, wir müssen über den Paß drüber. Über 8 km gehts immer der Straße entlang, mal mehr mal weniger steil.

 Wir zählen sage und schreibe 2 Autos auf der gesamten Strecke.

So viele der Häuser sind in einem schlechten Zustand, zu verkaufen oder nur mehr Ruinen.

 Fast alle sind aus Stein und die Dächer mit Schiefer gedeckt.

 Bei der Kirche am Paß essen wir, Brot von vorgestern gibts noch und meine Notthunfischdose. Es gibt nirgends eine Bar und wir hätten schon so gerne einen Kaffee. Das Wetter ist sehr unbeständig, alle 5 Minuten wechselt es zwischen Sonne und stark bewölkt, fängt sogar ganz kurz zu regnen an.

 Wir sind schon um 12 h bei der Herberge, deponieren die Rucksäcke vor der Tür und gehen Kaffee trinken. Ganz ein nettes Lokal, die Kellnerin bringt uns ungefragt einen Teller gemischte Tapas. Die Herberge sperrt um 1h auf Phillipp und Daniel sind schon da und sitzen auf dem Balkon.

Die Albuerges werden immer besser, es gibt Einwegbettwäsche, heißes Wasser, es ist alles sauber und gepflegt. Wir kochen heute wieder. Kartoffeln mit Tintenfisch (war wirklich sehr gut) und Salat.

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von ahneningma am: 06.09.2009, 11:04 Uhr

Gondan --> Mondonedo           16.5 km                gesamt 278,1 km

 

In der Nacht wirds ganz schön frisch, der Nebel hängt im Tal wie im November.

 

Am vormittag klart es auf und wird sogar fast heiß.

 

Wir sind meistens im Wald, fußfreundlicher weicher Untergrund, sogar die Stellen die im Führer als sehr steil bezeichnet werden sind heute angenehm zu gehen.

 

 

 Es gibt jetzt überall Brunnen und gefasste Quellen,

 

auch die Wegweiser werden mehr und besser. Um 1/2 12 h ist Mondonedo erreicht, wir suchen die Polizei weil die den Schlüssel für die Herberge haben. Im Policia Local ist niemand, die Touristeninfo ist auch zu. Dann gehen wir zur Herberge, niemand da. Am Markt vor der Kathedrale haben wir gleich Obst gekauft, wir rasten, essen Pfirsiche und überlegen. Elfi bleibt bei der Herberge mit den Rucksäcken, ich geh Schlüssel suchen. Noch mal zur Polizei, niemand da. In der Bar neben dem Infobüro beschäftige ich 5 Leute mit meinem Schlüsselproblem, es kann niemand helfen. Wieder zurück zur Polizei, ich seh eine Telefonnummer und probier es. Ich erreiche jemand der wenigstens einige Worte englisch kann, werfe meine paar spanischen Wörter dazu, soweit ich verstehe sagt er " diez Minutes" und Policia Local.

 

.... warten....

Nach 15 Minuten bin ich schon unrund, vielleicht hab ich doch falsch verstanden. Ich halte die Guardia Zivil auf. Die wissen von nix, ist ja auch nicht die Polizei. Nach 20 Minuten kommt er endlich, ich krieg den Schlüssel, die Pilgerausweise werden gestempelt und meiner bleibt im Büro als Pfand. Durch diese Aktion kommt unser ganzer Plan durcheinander. Wir wollten Mittagessen und dann Kirche und Ort besichtigen.

 

Jetzt gehen wir Abendessen und einen Vino hab ich mir auch verdient. Die Kirche ist wunderschön,

 

 

herrliche Fresken aus dem 15. Jhdt,

 

Kreuzgewölbe und eine wunderbare verglaste Rosette.

 

 In der Bar nebenan gibts Essen, Scampi in Knoblauch, dazu Weißwein aus dem Krug in kleine Schalen gegosse. Lokale Spezialität wird uns erklärt.

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