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12. März 2010 03:08
Florinda Ke Sophie
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Mitglied seit: 30.04.2007
Geschlecht: weiblich
 
von MIAZWOA am: 10.03.2010, 15:49 Uhr

Herzliche Einladung ins Künstlerhaus Graz!

 

Herzliche Einladung zur Werkpräsentation der KünstlerInnen des Steiermärkischen Kunstvereins WERKBUND zum 145. Jubiläumsjahr

"Zeit fühlen - Zeit leben"

im Grazer Künstlerhaus

Burgring 2

8010 Graz

Vernissage: Donnerstag 11.03.2010 um 19h

Begrüssung: Direktionsrat und Präsident Curt Schnecker

Eröffnung: Bürgermeister der Stadt Graz, Siegfried Nagl

Ausstellungsdauer: 12.03.-05.04.2010

Kontakt/Tel: Florinda 0650 8171610, florinda@inode.at

Neben einer umfassenden und spannenden Werkpräsentation der KünstlerInnen des WERKBUNDs aus den Bereichen Bildende Kunst, Bildhauerei und Fotografie wird ebenso die

Installation "Himmel auf Erden?", des nur mit einer Stirnlampe begehbaren Gemälde-Würfels, mit Bildern des Universums von Florinda Ke Sophie zu sehen sein:  

"Ziehe die Speläologenlampe an, öffne die Türe über der Weltraumfliege und trete ein, um Gemälden wie Poor Le Mur – arme Lemure in Graz, Ende der Totalität oder Raum-Zeit-Krümmung zu begegnen. Höre das Schnurren des Planetenfressers und entdecke sein schauriges Antlitz über dir."

Und hier einige der Kommentare aus dem Publikum der 1.-Präsentation:
"Wow! Das ist ja voll cool!"
"Als ich in den Würfel hinein ging und die Tür hinter mir geschlossen hatte, war ich mir selbst richtig sympatisch."
"Schnell raus hier."
"Ich möchte immer drinnen bleiben."
"Pippifein."
"Plötzlich hatte ich das Gefühl, es zieht mich ins Universum."
"Echt Wahnsinn"
"Ich war wie im Himmel."
"Es war, wie wenn man durch ein Teleskop blickt."
"Das ist eine Kybernetische Emphase."
"Ich möchte wiederkommen und mich reinsetzen. Darf ich?"
"Sensationell!"
"Ich habe mich reingelegt, das war toll. So wäre ich am liebsten immer liegen geblieben."
"Ich will nicht reingehen, ich habe genug von außen gesehen."
"Ganz doll!"
"Echt klasse!"
"Voll geil!"
"Echt schräg"!
Freue mich auf euer Erscheinen und sende herzliche Grüße!
FLORINDA
---
Für die Weiterleitung an Interessierte bedanke ich mich!
www.florinda.at
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von MIAZWOA am: 14.02.2010, 10:14 Uhr

„Himmel auf Erden?“                                        

Installation und Erstpräsentation eines nur mit Stirnlampe begehbaren Gemälde-Würfels der Künstlerin Florinda Ke Sophie

Eröffnung: Donnerstag 18.02.2010, 19h

 Direktionsrat und Präsident des Steiermärkischen Kunstvereines Werkbund, Curt Schnecker

Ort: Galerie Blaues Atelier,

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz, 8010 Graz

Ausstellungsdauer: 19.02.-26.02.2010

Kontakt: Florinda Ke Sophie, Tel. 0650 8171610

 

florinda@inode.at

 

www.florinda.at

http://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11202534/25711218

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h und auf tel. Anfrage

Himmel auf Erden? In einem schwarzen Loch. In Graz.

Eine Vergrenzung zur Verhinderung von Verwortungen. Ein Versuch. Es gibt nicht viel zu sagen. Ich lebe eben da, wo andere nicht leben. In meiner Welt gibt es Planetenfresser, die Space-Le Muren sind und meinen urbanen Weltenhimmel raumfüllen. Den von Graz zum Beispiel, in einem schwarzen Kasten, selbstgebaut. Fantasieverschlagschwarzsamtigverhüllt. Soniemalszuvordagewesen. Mitten aus dem Stammhirn einer Novumsuchenden.Planetenfresser fressen Planeten, also Klumpen von Energie in Kugelform, wie manche Leute zum Beispiel Energie von anderen Leuten fressen, weil sie nervig sind, oder total-gaga. In jedem Universum gibt es welche. Meine Welt ist kleingroß. Und manchmal hängt der Spiralnebel voll schief und wird in seinem unstillbaren Drang zur Ausdehnung nur durch die vier Ränder der zu bemalenden Flächen aufgehalten (Leinwände sind immer viel zu klein, ich bedaure das wirklich sehr. Warum darf ich nicht die ganze Welt bemalen?). Meine Raumzeit ist manchmal gekrümmt, was zur Verschiebung von Materie führt. Aus Tuben mit Farben manifestieren sich dann plötzlich seltsame Kreaturen, die es nie gegeben hat (das ist das wirklich schöne an ihnen). Dann ist der Kopf des Planetenfressers, der ursprünglich als das schwanzige Ende einer Lemure begann, aber im Laufe des Arbeitsprozesses zum Dinosaurierkörper mutierte und letztlich als Drachenkopf endete, nicht mehr da, wo man ihn erwartet. Es ist ein nicht so sein sollen wie es sein soll, laut ordnungsgemäßer Weltansicht. Die kann mich nämlich mal. So fliegt einem mit dem fantasieberstenden Kopf auch gleich der Verstand und alle Logik davon und setzt sich unerreichbar auf irgendeinen Schornstein. Schau mal hoch. Da kichert er blöde. Und wartet gelangweilt. Er futtert aber trotzdem weiter, weil er nämlich Hunger hat. Doch dieser Würfel ist kein Würfel, weil man sonst nicht drin stehen könnte, und liegen soll man nicht. Dafür kann man sich dann aber einen selber basteln, zum reinschauen und als Andenken. Freeware just for fun. Und am Ende der Totalität (hört sich nach 1945 an), wenn der Diamantring am Rande der Verschwarzung aufgeht, könnte man glauben, das was ganz anderes gemeint ist, als eine banale Sonnenfinsternis, die mit Raumzeit-Krümmung zu tun hat, in der sich Dinge falten und rundes eckig wird. Ich konnte keine Kugel bauen. Leider.Und kann nicht erklären, was ich eigentlich wirklich mache und warum. Das ist (m)ein Dilemma. Und auch (m)eine Freiheit. Eine Vergrenzung zur Verhinderung von Verwortungen. Geistesschranke. Ich habe keine Ahnung, warum es plötzlichen einen Planetenfresser gibt, aber es gibt ihn jetzt. Das sind Verrätselungen, die durch Freude am Tun entstehen, wenn man aufhört nachzudenken. Aufhören mit nachdenken. Das isses.Alles klar? Verrückt? Mindestens.Und nun gehen Sie schon rein, in dieses schwarze Ding, ziehen Sie die Speläologenlampe auf den Kopf, damit sie überhaupt was sehen können und spüren mal ordentlich in sich hinein, wie das so ist, irgendwie mit sich allein zu sein. Im schwarzeckigen Loch. In Graz.© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2009Projekt „Himmel auf Erden?“, Installation eines begehbaren Würfels, Original-Gemälde 160x160cm, Öl auf Hartfaser, Florinda Ke Sophie 2009. (Die Installation ist in einem größeren Rahmen zusätzlich zu bewundern, in der Vernissage des Steiermärkischen Kunstvereins WERKBUND, im Künstlerhaus am Donnerstag 11.03.10 um 19h.) Das Projekt „Himmel auf Erden?“ wurde gefördert vom Land Steiermark A9 und Stadt Graz A 16 

Über die Künstlerin: Unter dem bürgerlichen Namen Kerstin Eberhard 1965 in Oberwesel, Rheinland-Pfalz, Deutschland geboren und aufgewachsen.Seit 2001 in Österreich (Graz) als Bildhauerin und Malerin unter dem Pseudonym Florinda Ke Sophie künstlerisch schaffend. Spezialisiert auf großformatige Ölmalerei. Zahlreiche Ausstellungen Malerei und Bildhauerei im In- und Ausland.Z.B. Galerie Grad, Schloss Bistrica, Slowenien, ARTEXPO in New York, Rosenheim, Mannheim und Berlin.Autorin (Prosa, Lyrik, Kunstkritiken).  "Minna-Kautsky-Preis", (Literatur) Graz 2004 und 2007.Mitglied Steiermärkischer Kunstverein WERKBUND.Mitglied Österr.-Slowenische FreundschaftGründerin und Obfrau des Vereins M.I.A.Z.W.O.A., Graz 2005(Multimediales, Interdisziplinäres, Analoges, Zweckorientiertes, Weltweites, Offensives, ARTunternehmen).Gründerin und Kuratorin der Galerie Blaues Atelier, Graz 2005, Ausstellungen regionaler und internationaler KünstlerInnen.Lyrikveröffentlichungen in der “Frankfurter Bibliothek” der Projektedition Brentano Gesellschaft und Cornelia Goethe Akademie Frankfurt/Main, BRD, 2005, 2006, und 2007.Lyrik/Prosaveröffentlichungen “Tarantel”, Monatszeitschrift Wien, Okt. + Nov. 2007. Zahlreiche Internetveröffentlichungen.Eigenlesungen Künstlerhaus Graz, 2006, 2007, 2009 und 2010. 

 

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von MIAZWOA am: 10.01.2010, 08:49 Uhr

Herzliche Einladung zur Ausstellung:

INTERIEUR. EXTERIEUR. SEELISCHE VERWIRRUNG“ 

Abstraktionen von Prof. Melik Arsllani 

Eröffnung: Mario Berdic (Slowenien)

Dienstag 12.01.2010 um 19h

Ausstellungsdauer: 13.01.-30.01.2010

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h

und auf tel. Voranmeldung  

Galerie Blaues Atelier

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz

8010 Graz

 

www.galerie-blaues-atelier.at

 

 

florinda@inode.at

Tel.: 0650/8171610   

Der akademische Maler, Prof. Melik Arsllani, albanischer Nationalität aus Mazedonien, sieht das künstlerische Schaffen als Ausdruck einer kulturellen und geistigen Identität an, wobei er seinen Malstil oder seine Ideen für die Motivik seiner Bilder keineswegs aus der albanischen Volkstradition oder Geschichte schöpft.

Er zeigt sich ganz zeitbewusst und entwickelte eine unverkennbare, abstrakt-assoziative Fantasiewelt, in der stark formstilisierte, fast schattenhaft, einsame Menschenfiguren, um seltsame, halb architektonische (urbane) halb tektonische (natürliche) Konstruktionen, offensichtlich ziellos herumspazieren. Diese geometrisch-organischen De-Konstruktionen sehen aus, als würden sie nicht mehr lange formhalten können und drohen sich zu zersetzen, oder sich sogar in monströse Wesen zu verwandeln, weshalb auch die wenigen Menschen lieber draußen bleiben wollen, als das sie sich in dem seltsamen Biotop zu integrieren versuchten.

Die klare, ökologisch bewusste Symbolik der Entmenschlichung unserer natürlichen und urbanen Umgebung, in welcher bald nur noch schwierige Überlebensbedingungen herrschen werden, spricht den Betrachter wie eine Mahnung an, obwohl der Künstler durch seine lebendigen, fast pastellartigen Hellfarben trotzdem eine ebenso mögliche und optimistischere Vision der Zukunft anzudeuten versucht.

 
Mario Berdi?, Kunstkritiker Maribor, 2009 

Kunstverein M.I.A.Z.W.O.A.

Kerstin Eberhard, Obfrau

www.galerie-blaues-atelier.at 

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von MIAZWOA am: 30.11.2009, 10:11 Uhr

Herzliche Einladung zur Ausstellung 

„Am Anfang war Nichts“ –

oder die Kunst ein Outsider-Künstler zu sein,

Art Brut von Martin Trebuch 

In der Galerie Blaues Atelier 

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz 

8010 Graz 

Vernissage Dienstag 01.12.09 um 19h 

Ausstellungsdauer 02.12-23.12.09 

Öffnungszeiten: mi, do, fr 14-18h,  

sa 11-16h und auf telefonische Anfrage 

Kontakt/Tel: Florinda 0650/8171610 

 

www.galerie-blaues-atelier.at  

 

florinda@inode.at  

Vom Nichts zum Etwas zu kommen, bedeutet, sich auf den Weg zu machen, der mit dem ersten Schritt beginnt. Einen eigenen Weg zu gehen ist schwer, da man diesen – einem Abenteurer gleich - in sich selbst erst entdecken muss. Um diesen eigenen Weg entwickeln zu können, ist es nötig in sich selbst hinein zu sehen und das Gesichtete nach Außen zu projizieren, um seiner habhaft werden zu können, um das Gesehene am Ende zu verlebendigen. Ein junger Mensch ist auf der Suche. Er sucht einen Weg, er sucht eine Form zu leben, er sucht nach tragbaren Beziehungen, er sucht seine eigene Sprache, mittels derer er sich mit seiner Umwelt verständigen kann, auf einer Ebene, die ihm in seinem persönlichen Sosein entspricht.  Er sucht letztlich nach sich selbst und dem, was in ihm verborgen sein könnte. Nach einem Medium, das Sprache ersetzt oder ergänzt. Doch ist diese Sprache nicht für Jeden verständlich. Teils, weil sie wild und roh erscheint, teils, weil sie reduziert ist auf Farbe, die nach einer gezielteren Pinselführung schreit und eine wahrhaft antiakademische Ästhetik zeitigt. Teils, weil sie in der Verweigerung verharrt, sich bildnerisch zu konkretisieren. Die Titel der Werke von Martin Trebuch erhellen die Abgründe, in denen er sich temporär befindet. „Echt schizo – oder was“ widmet sich der absurd-existenziell-wirkenden Frage, die einst irgendwo vom Künstler aufgeschnappt und sich zu Herzen genommen wurde: „Wer bin ich – und wenn ja – wie viele bin ich?“. Somit wird klar: man ist im Zweifel. Man ist sich nicht sicher, ist der, der man ist, man selbst oder ist man manchmal ein Anderer, Einer, den man noch gar nicht kennt, oder Einer, den man nicht kennen will. Davon gibt es möglicherweise mehrere, die nebeneinander leben und manchmal vielleicht auch miteinander, wenn man ihnen zuhört und sie reden lässt. In diesem Zwiespalt zu sein, bedeutet in der Angst leben zu müssen, dass Einer in einem drin steckt, den man gar nicht haben will, der ein Eigenleben führt und seiner Privatlogik frönt.  Und es bedeutet, im Leben eine ungeahnte Präsenz entwickeln zu müssen, und dazu eine geistige Abstinenz, eine besondere mentale Diät, die verhindert, dass die ungebetenen Gäste, die Fresszellen, welche Vernunft, Klarheit und Logik verschlingen, in der eigenen Persönlichkeit eine Eigendynamik entwickeln und in Streit verfallen. Aus diesem Grunde ist es gut, dass es Pinsel und Leinwand gibt. Es ist gut, dass die Fragen nach dem Sinn des eigenen Lebens in Farbe, Figur und Nichtfigur Ausdruck finden können. Das es Bilder gibt, die heißen „Bis das uns irgendjemand scheidet“, weil Trennung heute leichter ist als früher und vieles klarer, aber doch so vieles ungeklärt. Und manches ist ganz einfach. Wenn sich jemand bei einem grünen Bild erkundigt: „Gibt’s das denn auch in Pink?“ und dann das grüne Bild irgendwann  „Veronika, der Lenz ist da“ betitelt werden wird und auf einen neuen Frühling hoffen lässt, in dem ein jeglicher, jugendlicher Trennungsschmerz verblasst.  Anderes ist in der Deutung kniffliger, wenn es etwas heißt: „Dirigent Vogel und das Orchester der Vorstellungskraft“. Weil in diesem Gemälde ein seltsamer Vogel, der Dirigent der Gedanken nämlich, in seinem Orchester der Vorstellungskraft ein wildgewordenes Wildschwein über die Leinwand rasen lässt und in abgrenzend-kontrastierenden Farben keinen Raum für sanfte Zwischen-Töne bietet. Während die vom Künstler  losgelassene Wildsau, mit zusammen gebissenen Zähnen und einem bangen Blick nach hinten in Richtung Dirigent, der Frage nach Selbst-Erkennung und Rudelfindung mit einem roboterhaften und strammen Marschschritt entgegen jagt, als sei sie fremdbestimmt und liefe vor sich selber weg.                                        © Text Florinda Ke Sophie, Graz 2009

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von MIAZWOA am: 01.11.2009, 11:40 Uhr

www.galerie-blaues-atelier.at

Herzliche Einladung zur Personale

„Video.Kunst.Objekte“ - Ralf Kopp (D) 

Galerie Blaues Atelier

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz,

A-8010 Graz

 

 

Vernissage Donnerstag 05.11.09 um 19h

Ausstellungsdauer: 06.11.-28.11.09

Öffnungszeiten: mi, do, fr 14-18h

und sa 11-16h und auf tel. Anfrage

bei Florinda, Infos/Tel: 0650 8171610

 florinda@inode.at

 

 

www.galerie-blaues-atelier.at

Ein Mann hängt an einem unsichtbaren Kreuz. Im Hintergrund sind Bäume und Himmel erkennbar. Der Videofilm, welcher auf jedem, der einzeln angeordneten Bildschirme lediglich Ausschnitte und eine Zerlegung eines Körpers dokumentiert, zeigt ein verkrampftes Zappeln der Zehen und Finger der gefilmten Figur. Kreuzigungsnägel in Händen und Füßen, wie auch das Blut aus den Wunden, bleiben uns erspart. Auf dem oberen Bildschirm ist ein Teil des Hauptes der Figur und seine in Bewegung befindliche Stirn erkennbar. Insgesamt sechs räumlich voneinander getrennte, aber mit Kabeln verbundene Bildschirme, sind im Leidens-Symbol des Christentums angeordnet und stellen ein postmodernes Kreuz dar, ohne das traditionelle Holzkreuz, den Marterpfahl, das Folterinstrument einer weltweiten Glaubensgemeinschaft zu strapazieren. Vielmehr schwebt der Gekreuzigte auf dem Screenplay, als würde er das Holzkreuz nicht mehr brauchen, weil es als Sinnbild in unsere Vorstellung eingebrannt ist, wie ein heißes Eisen im schwelenden Fleisch. Jeder Bildschirm spiegelt einen lebendigen Körperteil des Gekreuzigten wieder. Der Titel dieser Video-Installation heißt „Die Leiden des jungen J.“, zitiert hiermit Goethes, dem aus unerfüllter Liebe dem Freitod anheim gefallenen „Werther“, und transferiert den Sohn Gottes in die High-Tech-Auferstehung einer ent-spiritualisierten (und lieblosen?) Zeit. Eine von Flachbildschirmen geprägte Ära der Menschheit, mit neu belebten Illusionen, die filmische Endlosschleifen wiederholen. Der moderne Jesus zappelt noch immer und wird es noch lange tun müssen, weil global das „Auge um Auge“ und „das Zahn um Zahn“ noch immer dem „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, so halte ihm auch die Linke hin“, nicht gewichen ist. Der Videokünstler Ralf Kopp zeigt uns tiefsinnig die Nichtveränderung auf, welche gleichermaßen subtil und provokant auf uns wirkt. Die Verabsäumung, dem Aufruf nach Vergebung und Verhaltensänderung Folge zu leisten. Könnte man damit aufhören sich gegenseitig zu erschlagen, würden sich die ewig wiederholende Zelebration des Leidens und das Kreuz als Bildnis der Mahnung erübrigen.

Das Thema von „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ wird vielfach ausgelotet. (Unter Bezugnahme auf die stark gekürzte Internet-Fassung des Videofilms ist zu erwähnen, dass die Videofilme in der realen Installation 30 Minuten oder länger dauern können.)

In der Arbeit mit dem Titel „Geburt und Tod eines Arztes“ ist der Hauptdarsteller ein kleines Playmobil-Männlein, mit weißer Kleidung und einem Arztkoffer. In der ersten kurzen Szene liegt es auf dem Rücken. Dann steht es auf, um Minuten später wieder umzufallen. Geburt und Tod – so schnell kann es gehen – eine Lebens-Komprimierung ohne Zeitraffereffekte, eine filmische Entschleunigung der einschneidenden Lebensereignisse ´Anfang und Ende` - für die jeweiligen Darsteller mit tödlichem Ausgang. Andere 30-minütige Tragödien zeigen Geburt und Tod eines Polizisten, oder Geburt und Tod einer Gräfin. Ralf Kopp installiert, fotografiert, objektiviert, animiert, experimentiert und manifestiert. Alles in allem wird das bereits Vorhandene neu konstruiert, in den Kontext der Gegenüberstellung gebracht und in mannigfaltiger Variation zu einem technisch hochgradig ausgefeilten, künstlichen Leben erweckt, das Grundsätzliches spielerisch in Frage stellt und progressiv ventiliert.

Der Künstler wurde 1973 geboren und lebt heute in Darmstadt. Seit 1999 ist er als Videokünstler tätig und seit 2005 als Freelancer in den Bereichen Grafik, Animation, 3D, Online und Flash. Ralf Kopp gewann den Latelounge-Publikumspreis des hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main beim Ed-Ward 2002, einen Nachwuchsfilmpreis der Landesinitiative der Hessen Media.  Er blickt auf viele internationale Ausstellungen zurück, die ihn mit seinen Werken aus dem Bereich der Neuen Medien auf Kunstmessen, in Museen, Kunstinstitute und in Galerien nach Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, Shanghai, New York, Washington D.C. und viele andere Großstädte führten.

© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2009

Websites des Künstlers:

www.videokun.st und www.svopp.de 
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von MIAZWOA am: 04.10.2009, 09:42 Uhr

Wir laden dich und deine Freunde herzlich ein

zur

Personale „Namaste Rose“ - Portraitmalerei von Antonia Wöhrer (A)

Eröffnung: Donnerstag 08.10.09 um 19h

Ausstellungsdauer: 09.10.-30.10.09

In die Galerie Blaues Atelier, Schörgelgasse 8,

8010 Graz

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h

und Sa 11-16h,

sowie auf telefonische Anfrage bei Florinda

 

www.galerie-blaues-atelier.at

 

florinda@inode.at

Kontakt: Florinda Ke Sophie Tel. 0650/81 71 610

Text:Als wir uns kennen lernten erzählte mir Antonia Wöhrer von einem Heim für alte Menschen im südsteirischen Allerheiligen, indem sie im Jahre 2008 arbeitete. Ich regte dazu an, diese Menschen, welche der Künstlerin so sehr am Herzen lagen, doch zu porträtieren und ihnen eine Ausstellung zu widmen. So fertigte Antonia Wöhrer Zehn-Minuten-Skizzen an, nach denen später, die in Japan-Spachtel-Technik gefertigten Portraits der von ihr betreuten Menschen entstanden. 

„Namaste Rose“ - Die Blumenkinder aus Allerheiligen, wie Antonia Wöhrer die zu Pflegenden liebevoll nennt, ist von daher eine besondere Ausstellung. Sie zeigt die durch die Künstlerin sensibel studierten Gesichter einer Gruppe von Menschen, die nach einem gelebten Leben an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Das Wort Namaste stammt aus dem Sprachschatz der Hindus und heißt soviel wie Verbeugung. Es ist in Indien eine allgegenwärtige Grußformel und Grußgeste, in der zum Ausdruck gebracht wird: Ich verbeuge mich vor dir. Worin Ehrerbietung, Achtung und Respekt gegenüber anderen Menschen oder aber gegenüber dem göttlichen in einem Heiligtum gezollt wird.

„Namaste Rose“ ist somit eine gelungene Hommage an eine Randgruppe, die uns heute vorspiegelt, was wir unter Umständen morgen zu erwarten haben. Und sich unseren Familien, so vorhanden, aber auch uns selbst die unbequeme Frage stellen wird: „Wohin für die restlich verbleibenden Jahre“? Wohin, wenn man nicht mehr funktionstüchtig ist, wohin, wenn man Anderen zur Last wird? Wohin, wenn man ausgedient hat? Diese Fragen kommen auf uns zu und sie gehen in unserem letzten Lebensabschnitt einher, mit der Auseinandersetzung um Verfall, Schwäche, Krankheit und Tod, aber auch mit der Option des Rückblicks auf das was war, was uns das Leben schenkte.

Was die Künstlerin sehr stark bewegte, war der Umstand, dass die BewohnerInnen des Seniorenheims in dieser besonderen Phase ihres Lebens ein weiteres Mal verpflanzt werden mussten, als sich herausstellte, dass ihr Heim den fortschrittlichen Ansprüchen unserer heutigen Zeit nicht mehr genügen konnte. In ihren Porträts sprechen die Augen und Gesichter der Gemalten Bände und zeugt die künstlerische Ausdrucksweise von Antonia Wöhrer von einer äußerst tiefen Empathie gegenüber Menschen, die oftmals nicht mehr verstehen können, was mit ihnen geschieht, weshalb ihr Schicksal der Duldung des Unausweichlichen gleichkommt. Antonia Wöhrer lässt uns zu ihrer Ausstellung gedanklich teilhaben:

„Allerheiligen, ein idyllischer Ort in der Südsteiermark. Rose ist eine Bewohnerin in einem Seniorenheim.

Die Hände gefaltet, mit rauchiger Stimme und der Frage: „hast a Zuckerl“, begrüßte sie mich jeden Morgen. Rose und ihre Generation haben den Krieg erlebt und überlebt. Ihre Kinder sind die eigentlichen 68er.

Sie leben im Abseits wie seltene Blumen. Die Leistungsgesellschaft und die Alltagszwänge haben sie teils vergessen und längst zurückgelassen. Sie selbst sind aufgebrochen in eine eigene Welt, manchmal versunken in Schweigen, Vergessen oder auch heiteres Gelächter. Dann plötzlich die einschneidende Entscheidung – der Auszug von „Zuhause“. Politische Entscheidungsträger, die als Täter fungieren, setzten die Hebel an. Bauliche Vorschriften in Heimen und Einrichtungen sind einzuhalten oder müssen neu gesetzt werden! Gangbreiten, Reglementierungen, immer wieder neu erdacht und Fristen gesetzt. Rose, Heinz, Karl und alle, die dort ihr Zuhause gefunden haben, zählen als Menschen mit besonderen Bedürfnissen in diesen Kategorien von schlauen und grauen Köpfen nicht. 

Professionelle Pflege und liebevolle Betreuung sind keine Parameter den Auszug zu verhindern und kommen als Kriterien nicht zum tragen. Kleine Einrichtungen und Institutionen werden finanziell geknebelt und so gezwungen aufzugeben. Aufbruch – Abbruch, ein Lebenswerk dahin.

Rose und ihre Mitbewohner jedoch werden sich auf den Weg machen. Aufbrechen, in eine andere, neue Umgebung, vielleicht auch bald in eine andere Dimension.

Mutig und mit Träumen von „Röhrlsalat“, den sie selbstvergessen hemmungslos essen, wagen sie die Reise. Ein neuer Frühling, eine neue Erfahrung – wohl auch mit der stillen (unerfüllbaren) Hoffnung wieder heimzukehren.

Die Blumen aus dem Titel dieser Ausstellung als ein Symbol der Sehnsucht, dem Wunsch nach einer humaneren Sichtweise, einer bunten und lebenswerten Welt – auch für ältere Menschen. Jede Einzelne ist ein Appell, für die Schönheit und Würde alter Menschen einzustehen und für Werte wie Toleranz, Freiheit, Liebe und Respekt. Man wird doch träumen dürfen - die Realität alter Menschen sieht aber anders aus.

Sie sind mir Brüder und Schwestern, verwoben ist der gemeinsam erlebte Raum in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Was ich, frei nach Jim Morrison, den Blumenkindern wünsche: Die wichtigste Art von Freiheit ist die, der zu sein, der du wirklich bist. Namaste!“

© Florinda Ke Sophie, Graz 2009, Zitat: Antonia Wöhrer    

Für die Weiterleitung an Kunstinteressierte bedanken wir uns recht herzlich!

www.galerie-blaues-atelier.at

   

 

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