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04. Februar 2012 16:16
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

von oitzinger am: 28.05.2011, 00:41 Uhr
ABSCHIED

So, nun ist es wohl soweit, …

Irgendwie habe ich mich jetzt lange gedrückt, aber ein „englischer Abschied“ soll es dann doch nicht werden.

Zugegeben ich habe dieses Blog doch in letzter Zeit vernachlässigt, leider erhielt ich nicht mehr via E-Mail Bescheid hinsichtlich Kommentare, so dass ich wohl dem einen oder anderen Poster die Antwort schuldig blieb. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Durch mein Blog in der Kleinen Zeitung durfte ich mich über Jahre mal richtig ausspinnen, von persönlich seriösen und mir wichtigen Anliegen bis zu den abstrusen Gschichterln, die oft gar nicht so weit von der Realität entfernt waren. Ich schrieb mir sehr häufig den Ärger vom Leib oder kompensierte ihn mit meinen seltsamen Storys und manchmal war es eine mir unerklärliche Lust am Experimentieren und Fabulieren. Es freut mich, dass es doch sehr viele waren, denen das Geschreibsel vom kleinen oitzinger gefallen hat.

Es war nie meine Absicht jemanden zu beleidigen oder zu verletzen, ich hatte stets mein persönliches Gewissen im Vordergrund stehen. Andererseits war und ist es jedoch auch nicht meine Intention „Everybodys Darling“ zu sein, es gibt Themen des Humanismus denen ich näher stehe, als dass ich zum Populisten werde.

Was mich aber besonders freute, waren die vielen lieben Mit-BloggerInnen, die ich hier kennen lernen durfte, mit denen ich nun zum Teil auf Facebook befreundet bin. Bezaubernde Menschen – schon allein dafür, war das Blog der Kleinen Zeitung eine wunderbare Einrichtung.

Dafür möchte ich auch meinen ausdrücklichen Dank an das Team der Kleinen Zeitung richten.

Ich gebe zu, dieser Abschied erfüllt mich doch mit Wehmut, aber auch wenn es abgedroschen klingen mag, ein Ende kann auch ein neuer Anfang sein …

… soll heißen, der oitzinger wird im Cyberspace wieder erscheinen, auf unterschiedlichsten Plattformen, in anderen Gewändern, mal ernst und mal komisch, … grad wie er drauf ist.

Ich wünsche Euch alles Gute und vielleicht auf ein baldiges Wiedersehen

Euer oitzinger
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7 Kommentare   Kommentieren
von oitzinger am: 13.02.2011, 22:48 Uhr
Osten, sehr nah

Ein erster wichtiger Schritt ist getan, in Ägypten. Was darauf folgt, vermag ich nicht zu sagen.

Was mich jedoch im Nachhinein besonders schockiert, ist, dass die konventionellen Medien in den letzten Jahren total versagt haben. Oder war ich es, der versagt hat? Mal ganz ehrlich, wer, wenn man nicht selbst aus diesen Ländern kam oder Bekannte, Freunde aus diesen Ländern hatte, wusste denn etwas von einer Diktatur in Ägypten oder Tunesien? Schreckensdiktaturen unmittelbar vor der Haustüre? Der ORF (Tirol) machte doch Werbung für Urlaub in Ägypten. Hätte man mich vor drei Wochen nach Diktaturen auf dieser Welt gefragt, wären mir gerade mal Nordkorea, Weißrussland, Kuba, Myanmar, China und in gewisser Weise Russland, eingefallen, ich weiß schon, reinste Diktaturen sind das auch nicht, aber für mich fällt auch eine Oligarchie oder absolute Monarchie unter den Begriff Diktatur. Allerdings Ägypten und Tunesien wären ganz bestimmt nicht dabei gewesen.

Ich gebe ja zu, dass ich nicht zu den klassischen Zeitungslesern gehöre, die die TAZ oder seitenweise politische Analysen in der Frankfurter Allgemeinen stundenlang studieren können, dazu fehlt mir schlicht die Zeit und auch die Geduld. So wie mir, geht es wahrscheinlich der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung in Österreich. Ja, der ORF machte Werbung für Urlaubsreisen nach Ägypten. Und Freunde und Bekannten verbrachten ihre Urlaube in Ägypten. Wäre ich nicht gänzlich reisefaul, so hätte man mich auch schon des Öfteren nach Tunesien mitgeschleift.

Und so nebenbei erfährt man, dass diese Diktatoren vom Westen, also den USA und auch der EU gesponsert wurden.

Ich will hier gar kein klassisches USA-Bashing betreiben, wie es Links- oder Rechtsradikale machen, denn zuerst sollte man vor der eigenen Haustür kehren. Trotzdem wirft dies unweigerlich die Frage auf, wie viele Diktatoren sponsert der Westen noch, womöglich mit unseren Steuergeldern?

Die französische Außenministerin Marie Alliot bot noch vor wenigen Tagen an, französische Polizei nach Tunis zu entsenden, um die Aufstände niederzuschlagen, zum Schutz des Präsidenten (!).

Und was hörte man von der europäischen Außenministerin? Nicht viel. Man überlässt ein Volk sich selbst. Ich weiß schon, dass es nicht einfach sein mag, dass sich Staaten in andere Staaten einmischen dürfen. Wäre hier nicht eine Weltpolizei von Nöten? Stichwort: UNO.

Welche Sympathie würde man wohl den USA oder Europa entgegenbringen, wenn man selbst oder ein Angehöriger ein Opfer dieser Regime war? Gefoltert, getötet. Wäre man Vater eines getöteten Sohns oder Sohn eines getöteten Vaters, was schert einen noch das eigene Leben?

Hätte man noch Respekt vor den Finanziers der Mörder des eigenen Fleisch und Bluts?

Und was geschieht nun in Algier, Rabat?

Lassen wir uns überraschen. Was ich allerdings gelernt habe, ist, dass wir viel, viel mehr Transparenz benötigen.

Facebook, Twitter & Co stellen eine neue Form von Demokratie und Meinungsfreiheit dar und sobald diese Dienste eingeschränkt werden, weiß man um die Rechtschaffenheit der Staaten.

Aber wohlgemerkt, verwechseln wir Meinungsfreiheit niemals mit dem Recht Menschen, Personen und Gruppen zu diffamieren.

Meinungsfreiheit bedeutet nicht das Recht auf Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit, das sei denen gesagt, die lautstark nach Meinungsfreiheit rufen um obiges zu zelebrieren.
 

(60.000 Mails der NPD belegen, den Wolf im Schafspelz)

 

ägypten    algerien    arabien    bahrein    demokratie    diktaturen    isreal    jemen    marokko    politik    saudi    tunesien
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5 Kommentare   Kommentieren
von oitzinger am: 06.02.2011, 01:02 Uhr

Nachdem ich nun doch einige hunderte Kommentare in den diversen Online-Zeitungen gelesen und Radiojournalen gehört habe, haben sich ein paar fiktive Charaktere herauskristallisiert, die pro Wehrpflicht stimmen:

 

1.           Mutter, deren Sohn bald zum Bundesheer gehen muss, votiert für die Wehrpflicht, weil das Bundesheer ihren Sohn endlich mal Ordnung und Disziplin beibringt, ihr gelang es nicht.

2.           Vater, der Sorge hat, dass sein Sohn homosexuell wird und sich deshalb lautstark für die Wehrpflicht einsetzt und argumentiert mit Pflichterfüllung und dass die noch niemanden geschadet hat.

 

3.           Junges Mädchen, deren Freund beim Bundesheer ist und sie es deshalb für voll cool hält.

 

4.           Dame im mittleren Alter, die dem Zauber der Montur erlegen ist und sich deshalb für das Bundesheer oder Wehrpflicht oder so einsetzt, so genau weiß sie das nicht.

 

5.           Älterer Herr, Altnazi, der Zivildiener stets als Weicheier und als feige in den diversen Internetforen beschimpfte und nur Soldaten als richtige Männer anerkannte, jetzt aber bemerkt, dass er vielleicht einmal Pflegehilfe benötigt und er dann doch einen billigen Zivildiener braucht und deshalb argumentiert er es mit der vaterländischen Verpflichtung dem Land zu dienen.

 

6.           Der Metzger, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.

 

7.           Der Bäcker, weil er durch seine Verkäufe an die Kaserne gut lebt.

 

8.           Der Lokal-Politiker, der den Bäcker und Metzger unterstützt, um wieder vom Metzger und Bäcker gewählt zu werden und deshalb öffentlich von den Werten der österreichischen Neutralität spricht, die es gilt zu erhalten, wenn die Kaserne in der Stadtgemeinde verbleibt.

 

9.           Der Waffenhändler und der Industrielle, der das Heer mit „Berufsbekleidung“ für Rekruten beliefert. Sie machen sich naturgemäß Sorgen um ihre Geschäfte.

 

10.       Der Bundespolitiker, der den Waffenhändler und den Industriellen persönlich kennt und auf der Jacht des Industriellen schon mal mitsamt Gattin eingeladen war und im Radio an das Volk appelliert für die  Sicherheit und Neutralität von Österreich zu votieren.

 

11.       Das ältere Ehepaar, das gerne Radio hört und findet, dass die Sicherheit von Österreich in Gefahr ist, bei Abschaffung der Wehrpflicht.

 

12.       Der Politiker, der grundsätzlich das behauptet, was ihm der Clubzwang vorschreibt.

 

13.       Der Offizier, der sich seiner Macht beraubt fühlt, wenn ihm diejenigen abhanden kommen, die ihm von Staatswegen unterstellt waren.

 

14.       Der Offizier, der Sorge trägt, dass ihm sein VW Touareg als Dienstfahrzeug abhanden kommt.

 

15.       Der Offizier der sich Sorge macht, dass „Ausbildungszentren“ geschlossen werden und er somit auf sein günstiges Urlaubsziel verzichten muss.  

 

16.       Der Ausbildner, der befürchtet, eventuell jene Arbeiten verrichten muss, die zuvor die Rekruten vollzogen haben.

 

17.       Der 25jährige, der auch die Wehrpflicht absolvierte und nun nicht einsieht, dass andere davon entbunden werden.

 

18.       Der 17jährige, der ein Fan von allem Militärischen ist und daher für alles Militärische votiert, er sieht seine Karriere beim Militär, weil Schule ist nicht seines. Am liebsten mag er Actionfilme.

 

19.       Der Motocross-Sportler und der Sportfischer, die vom Heer gesponsert werden, im Namen der Landesverteidigung.

 

20.       Die Eltern des Motocross-Sportlers und des Sportfischers, die sehr stolz auf ihre sportlichen Söhne sind.

 

21.       Der Kitzbühler Hotelier, der auf die überaus günstigen Helfer beim Hahnenkammrennen nicht verzichten will.

  

Vollständigkeit kann nicht garantiert werden.

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von oitzinger am: 23.01.2011, 23:27 Uhr

Ich habe Mitleid
(Tödliche Pisten)

Angesichts dessen, dass einige meiner Kommentatoren einräumten, sie hätten kein Mitleid mit diesen Sportlern, sie machen es ja freiwillig, muss ich gestehen, dass ich sehr wohl Mitleid mit diesen jungen Menschen, diesen jungen Sportlern habe.

Es erscheint mir zu einfach zu sein, zu sagen, sie kennen die Gefahren, also sind sie selber schuld. Die Freiwilligkeit ist oftmals eine nicht einfache (be)greifbare Materie.

Ich möchte nicht wissen, wie viele von diesen jungen Sportlern in dieses Schema von Kindesalter an ungefragt hineingepresst wurden und aus diesem nicht mehr so leicht herauskommen.

Wir kennen die Erzählungen eines Hansi Hinterseers, wie er vom Mob bespuckt wurde, weil er mal nicht brillierte. Die Freiwilligkeit wird von vielen Zwängen manipuliert.

Der Druck der Öffentlichkeit, den des nationalistischen Mobs, den der nationalistischen dummen Medien, die jeden Sieger einschließlich mit Kosenamen für sich augenblicklich vereinnahmen und sie sogleich als unser Hansi, unser Schlieri, unser Morgi oder sonst welchem vertrottelten Abkürzungen bezeichnen und zugleich Verlierer erbarmungslos niedermachen, der Sieger-Macho-Weicheier-Kult hat sich bis zum ORF durchgedrungen, ich erwähnte bereits, dass ORF-Tirol-Redakteure nicht mehr ohne dieser unsäglichen Wortwahl auskommen, den Druck der Sponsoren, der Funktionäre, der Bekannten, den Druck der eitlen Politiker, die sich erhoffen, sich ihm Siegesglanz zu suhlen, den Druck der Freunde und mitunter leider auch der Druck aus der Familie.

Ja, auch von der Familie.

Ich weiß von einer Mutter, die mir erzählte, was es doch für ein „Theater“ war, als ihre Tochter den Ski-Renn-Sport beendete. Der Vater redete eine Weile nicht mit ihr, weil er doch so viel Zeit in seine Tochter investiert hatte. Und die Mutter sagte, sie war heilfroh darüber, denn sie zitterte jedes Mal um das Leben ihrer Tochter.

Diese Umstände werden nicht in den Seitenblicke-Magazinen ausgestrahlt und finden sich auf keiner Sportseite wieder, dort bejubelt man lediglich prügelnde Eishockeyspieler und rechtfertigt den Sport als probates Mittel für die Jugend.

Ich will damit nur aufzeigen, dass die vermeintliche Freiwilligkeit, doch nicht immer so freiwillig ist.

Ich kann gegen dieses Treiben nicht viel ausrichten, außer hier zu schreiben oder vielleicht gar mal einen böses Filmchen zu drehen.

So weit meine persönlichen Erkenntnisse, ich werde mein Wissen darin noch vertiefen, sollte es mir gelingen, das Buch „Tödliche Pisten. Skirennen um jeden Preis“ von Kamil Taylan zu erwerben.


oitzinger


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7 Kommentare   Kommentieren
von oitzinger am: 23.01.2011, 22:17 Uhr


Soldaten hochgejubelt - Zivildiener niedergemacht?

Wenn man ein Pflegefall wird, was will man dann?
Gepflegt oder erschossen werden?


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von oitzinger am: 21.01.2011, 00:34 Uhr

Man darf an das Sterben nicht denken, weil man sonst nicht gewinnen kann.

Und solche Menschen werden in Österreich als Helden gefeiert.

Sind das die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen?

Meine persönliche Quintessenz:

Verschont unsere Kinder von Sportlern, Medien und Politiker mit solchen Ansichten …!

Ich bin der Überzeugung, dass es in Österreich eine vehemente „Sportvertrottelung“ gibt, das sollte ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals näher erörtern.

chauvinismus    mord    skirennen    sport    tod    wirtschaft
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